Als Händler ist man ja stets bemüht dem Kunden den bestmöglichen Service zu bieten. In diesem Sinne habe ich schon immer PayPal als Zahlmethode angeboten. Auch wenn die Gebühren absolut überteuert sind, da PayPal schließlich noch mit dem Geld 3 Tage arbeitet aber man gewöhnt sich an alles. Das aber einem Kunden zum Betrug Tür und Tor offen gehalten wird ist mir bis dato neu gewesen.
Der Fall: Privatmann verkauft unter Auschluß jeglicher Gewährleistung eine Freisprechanlage zum Festeinbau von Sony Ericsson. Dies ist gängige Praxis auf Ebay. Kunde handelt einen Rabatt aus (zahlt 100 Euro statt 130 Euro), zahlt mit PayPal und bewertet alles positiv. So weit so gut. Fall erledigt. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Nach 2 Wochen bekomme ich eine Email mit dem Hinweis, dass das Mikrofon der Anlage (Kabel) kaputt ist und parallel die Forderung 13 Euro zu überweisen, da das Mikro schon an anderer Stelle bei Ebay gekauft wurde. Auf die Frage warum er sich nicht erst mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt habe, um dort zu reklamieren kam keine Antwort. Auf Grund der 30 Euro Rabatt beim Kauf und der Unverschämtheit des Käufers betrachtete ich die Angelegenheit als Erledigt. Der Käufer meldete sich auch nicht mehr, also Fall erledigt. Nein doch nicht. Nach weiteren 4 Wochen bekam ich die Meldung von PayPal, dass ein Kunde beschwerde eingereicht hätte und das Geld eingefroren wurde. Wieso dass? Gleiche Meldung an PayPal geschickt, die der Käufer auch bekommen hatte mit dem Hinweis, dass es sehr komisch sei, erst eine positive Bewertung zu erhalten, 2 Wochen später eine Forderung in Höhe von 13 Euro und dann nochmal 4 Wochen später die Rückerstattung des Kaufpreises zu fordern. Das roch sehr stark nach “Ich leih mir die Anlage mal für 2 Monate aus. Auf meine Emails reagierte der Käufer immer noch nicht. Darauf hin rief ich bei PayPal an und forderte die Freigabe des Betrages. Die Hotlinemitarbeiter (5 Stück an der Zahl) sagten mir alle. Das wird innerhalb von 30 Tagen erledigt und es sieht gut für mich aus, da ich ja jegliche Garantie ausgeschlossen hatte. Nach 3 Monaten!!! der Hammer. PayPal entscheidet im Sinne des Kunden. Mit welcher Berechtigung? Auf Anfrage bei PayPal erhielt ich nur den Kommentar: “Gehen Sie zum Anwalt und verklagen Sie uns.” und das obwohl ich nur Einsicht in die Unterlagen haben wollte die der Käufer eingereicht hatte und die angeblich beweisen sollten, dass ich unrecht hatte. Entscheidungen werden also voll und ganz willkürlich getroffen. Warscheinlich hat PayPal nicht gepasst dass ich ständig nachgefragt habe und auf die AGB hingewiesen habe, die besagen dass ein solcher Fall nach 30 und nicht nach 90 Tagen erledigt ist. Da PayPal hier eindeutig gegen die eigenen AGB verstoßen hat, habe ich umgehend sämtlichen Zahlungsempfang über PayPal eingestellt und kann nur jedem Anderen raten das Selbe zu tun. Wie so oft im Leben sind die Ehrlichen die Dummen.
Ich wickel nun alles über Sofortüberweisung ab, da die Gebühren und der Service um Längen besser sind. Außerdem muss der Kunde sich nicht registrieren um Sofortüberweisung nutzen zu können und die Hotline des Anbieters ist schnell zu erreichen.
Selbst wenn PayPal alle Gebühren streichen würde, würde ich nach dieser 3 1/2 monatigen Odysse nicht zurückkehren zu PayPal.
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